Wie wird der PREN-Wert berechnet?
Der PREN-Wert (Pitting Resistance Equivalent Number), im Deutschen oft „Wirksumme“ genannt, ist der Standardmaßstab für Korrosionsbeständigkeit. Während einfache Rechner oft Wolfram (W) ignorieren, nutzt Sverdrup Steel die erweiterte Formel, die für Hochleistungslegierungen erforderlich ist.
Die erweiterte Formel
PREN = %Cr + 3,3 × (%Mo + 0,5 × %W) + 16 × %N
Warum Wolfram (W)?
In Super Duplex Güten wie UNS S32760 wird Wolfram hinzugefügt, um das Material zu stabilisieren und die Beständigkeit gegen Lochfraß (Pitting) signifikant zu erhöhen.
| Werkstoff / Güte | Typischer PREN | Anwendung |
|---|---|---|
| 316L (Standard) | ~ 24 | Einfache korrosive Umgebungen |
| Duplex (1.4462) | ~ 35 | Spannungsrisskorrosion |
| Super Duplex | > 40 | Raue Meeresumgebungen / Offshore |
| 6Mo / 254 SMO | > 50 | Chemische Verarbeitung (H2SO4) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
+ Welcher PREN-Wert ist für Meerwasser erforderlich?
Für den Einsatz in Meerwasser und rauen Offshore-Umgebungen fordert der Industriestandard (wie z. B. NORSOK) typischerweise einen PREN > 40. Deshalb ist Super Duplex die bevorzugte Wahl für Subsea-Anwendungen.
+ Welche Elemente erhöhen den PREN-Wert?
Chrom (Cr), Molybdän (Mo) und Stickstoff (N) sind die Schlüsselelemente. Stickstoff ist besonders effektiv und geht mit einem Faktor von 16 in die Formel ein.
+ Ist der PREN-Wert der einzige Faktor für Korrosion?
Nein. Der PREN sagt theoretisch die Beständigkeit gegen Lochfraß voraus. In der Praxis spielen Faktoren wie Temperatur (CPT), pH-Wert und Spaltkonstruktion (Crevice Design) ebenfalls eine massive Rolle bei der Materialauswahl.
Hinweis: Der PREN-Wert ist ein theoretischer Indikator. Für spezifische Anwendungen mit Säuren wie H2SO4, kontaktieren Sie bitte unser technisches Team.